Klientengeschichten..

•6. November 2009 • 3 Kommentare

Klientenbriefe.

 

„Viel ist passiert, sehr viel sogar. Ab und an habe ich Zeit darüber nach zudenken. Wie konnte das alles nur so schnell passieren? Gleich wie es passierte. Es geht mir gerade relativ gut.

Du warst so dmoinant in deiner Art. Und auch wenn ich immer meine Meinung sagen hätte können, habe ich es oft nicht getan. Warum nicht? Weil ich jedem Streit aus dem Weg gehen wollte. Weil ich sehr harmonie bedürftig bin.  Und so hab ich oft meine Chance verpasst dir zu sagen, dass ich unglücklich mit manchen Situationen bin.

Das Ende der Geschichte war nicht besonders schön. Ich weiß. Und seither haben wir uns auch nicht mehr wieder gesehen. Du verstehst nicht warum. Das war mir klar.

Dein Aggressionspotential hat mir immer schon Angst gemacht. Ich konnte damals nicht einschätzen wie sich deine Wut und dein Frust äussern wird. Schlägst du mit der Faust gegen die Wand, brüllst du nur rum oder schlägst du dann auf mich ein? Was wäre dann wohl passiert? Ich hätte wohl sofort eine Anzeige gemacht. Das war zumindest mein Plan. Ich rechnete fix damit.

Aber ist viel Zeit vergangen und ich frage mich ob ich es nicht hätte in eine bessere Richtung lenken können. Manchmal vermisse ich dich. Manchmal bin ich aber auch heil froh, dass ich nicht mehr unter deiner kontrolle stehe. Mein Leben hat einfach keinen Spass mehr gemacht.

Ich gebe niemanden die Schuld daran. Zumindest hat keiner mehr Schuld als der andere.

Nun ist mein Leben im gesamten nicht unbedingt besser. Ich muss 7 Tage die Woche arbeiten um meine Schulden loszu werden. Aber ich kann kommen und gehen wann ich will. Ich habe wieder Zeit für mich. So schlimm das auch klingt, aber wir waren wie ein altes Ehepaar. Ich kochte, wusch unsere Wäsche, ging für uns einkaufen,.. Du übernahmst zwar auch einige Hausarbeiten aber dennoch fühlte ich mich oft erdrückt.

Ich liebte sehr viel an dir, du warst unglaublich klug und erfolgreich. Aber gerade in letzer Zeit litt ich an den Dingen die du, wie du es von anfang an sasgtest, nie ändern werden wirst für mich oder jemand anderen.

Keine Zärtlichkeiten ausserhalb meiner Wohnung, meine Studienkollinnen glaubten gegen ende nicht an deine existenz, meine anderen freunde dachte du magst sie nicht, weil wir kaum gemeinsam gesehen wurden.

Und nun? Nun machst du all die Dinge die du früher nie getan hast. Du triffst dich mit meinen Freunden, trinkst Alkohol und tanzt sogar, du besuchst mein Lieblingslokal in dem dich sonst keine zehn Pferde hinein gebracht hätten. Warum? Ich vermute du willst mich bestrafen. Bestrafen, weil ich es gewagt habe dir die Kontrolle zu nehmen und dich verlassen habe.

Schade finde ich es dennoch wie sich alles entwickelt hat. Vielleicht lernen wir beide daraus. Ich werde in Zukunft genau formulieren was ich will und ggf.  einen streit vom Zaun zu brechen. Aber ich werde niewieder zurück stecken und meine Wünsche zurückstecken.

Und du, du solltest endlich einmal leben und dich nicht wie eine 50jährige mit Stock im Hintern bewegen. “

Zitat Ende.